poesie im prozess und andere unzulänglichkeiten

ich muss mich öffnen

ich muss mich öffnen

eingepfercht in einem spalt unter einer
rippe steckt
ein apfelschnitz: skelett
ekelt apfelschnitz
stecken in einer spalte
höhle zwerchfell bergwacht nicht schälte

ich muss mich öffnen,
emotional, sozial, formatwise.

Mich emotional öffnen heißt, einen Zugang zu Gefühlen finden, eine Sprache finden. Vergangenen wie gegenwärtigen. Präziser werden.
Format: es muss ja nicht Lyrik sein, nicht mal Literatur. Ich will über Dinge nachdenken und sie verstehen. Verstehen ermöglicht schließlich Handlungsspielräume, Wirksamkeit, Verantwortung übernehmen können.
Dafür brauche ich Sprache, will ich auch Sprache brauchen, aber es muss keine Lyrik sein, keine Literatur. Etwas zu sagen haben, etwas zu erzählen.

Und da bin ich weiß Gott weit von weg. Deswegen auch ein nicht-öffentlicher Blog, das ist ja alles nicht sortiert, nicht ver- und bearbeitet, ungefiltert.

Mich öffnen heißt aber auch, dazu stehen, zu dem, was ich denke und fühle, was ich schreibe, zu dem Prozess, den Unfertigkeiten und Unzulänglichkeiten. Zu einer Agenda stehen, einem Vorhaben, einer Intention. Und nicht in Scham versinken über das Nichtgenügen meiner eigenen zu hohen Ansprüche oder was man daran kritisieren, besser machen, wie man insgesamt weiter sein könnte.

Mich öffnen, auch sozial, das bedeutet, mich anderen mitteilen, mit meinem Innersten, meinen Gefühlen, Gedanken und meinem Geschriebenen. Es bedeutet, eben genau den Weg zu gehen: mich emotional öffnen, um mich überhaupt sinnvoll mitteilen zu können. Keine Angst haben.
Gleichzeitig heißt es aber auch, mich für das Gegenüber zu öffnen, empfänglich sein, was willst du, was brauchst du, wie kann ich dir Raum geben usw.
Es geht um Verstehen (mehr als um das Schreiben, das dann mehr zu einem netten Nebenprodukt wird)

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